Mit diesem Projekt verfolgt die Gesellschaft Weltkulturgut das Ziel, bedeutende Bauwerke der Stadtgeschichte, die nicht mehr existieren, als Modell nachzubauen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Auch wenn die Lübecker Altstadt noch reich an historischen Bauwerken ist, viele Zeugen der großen Lübecker Baugeschichte sind in früheren Zeiten der Spitzhacke zum Opfer gefallen, weil sie baufällig waren nicht mehr ihren Zweck erfüllten oder dem Fortschritt im Wege standen. Auch sind wichtige Zeugnisse der Baugeschichte in der Bombennacht im März 1942 verstört worden.
Die Werkstatt "Zeit-Punkte" war vom August 1998 bis zum Februar 2004 "in Arbeit". In dieser Zeit wurden zahlreiche Modelle im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen von jungen ungelernten Arbeitslosen gebaut. Ob, wann und wie die Arbeit dieses Projektes fortgesetzt werden kann, ist derzeit völlig offen.
Alle beim Modellbau benötigten Bauteile einschließlich der aus Niro-Stahl gefertigten Vitrinen wurden in Eigenarbeit hergestellt.
Das Ergebnis der Arbeit sind zwölf im öffentlichen Raum aufgestellte Modelle.
Dabei handelt es sich um folgende in Vitrinen untergebrachte Modelle:
Der "Blaue Turm" - Standort: Stadtseite der Fußgängerbrücke zur Musik- und Kongresshalle
Die Kapelle "Maria zum Stegel" - Standort: Ecke Mengstraße/Schüsselbuden
Das "Innere Holstentor" - Standort: Ecke Holstenstraße/An der Obertrave
Das "Äußere Holstentor" - Standort: Neben dem Café vor der Holstentorhalle
Das "Zweite äußere Holstentor" - Standort: Ecke Possehlstraße/Holstentorplatz
Das "Innere Mühlentor" - Standort: Mühlenstraße/An der Mauer (Nahe der Gaststätte "Im alten Zolln")
Das "Mittlere Mühlentor" - Standort: Gegenüber dem Kinopalast "Stadthalle"
Das "Äußere Mühlentor" - Standort: An der rechten Stadtseite der Mühlentorbrücke
Das "Mittlere Burgtor" - Standort: Linke Stadtseite der Burgtorbrücke
Das "Äußere Burgtor" - Standort: Linke Außenseite der Burgtorbrücke
Die "St.Annen-Kirche" - Standort: Eingangsbereich der neuen Kunsthalle im St. Annen-Museum
Die "Burgkirche" - Standort: Neben dem Eingangsbereich des Forums Burgkloster
Alle Modelle sind dort aufgestellt, wo einst die Originalbauwerke standen. Auf diesem Wege wird Stadt- und Baugeschichte für die Allgemeinheit sichtbar und erlebbar gemacht.
Abbildungen der Modelle und Hinweise zur Historie der Bauwerke finden sich auf den folgenden Seiten.
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